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Wie uns das Tragen den Corona-Alltag erleichtert

Heute möchte ich euch einen Erfahrungsbericht über unseren Alltag während des Corona-Lockdowns geben. Seit Mitte Dezember war ich mit unseren 3 Kindern (4 Jahre, 2 Jahre und 6 Monate alt) erneut mehr oder weniger den ganzen Tag allein Zuhause. Mein Mann hat sich im letzten Sommer selbstständig gemacht (www.mailculture.de) und muss demzufolge viel arbeiten um sein Unternehmen auf einen lohnenden Pfad zu bringen. Häufig war ich deswegen von morgens 8 Uhr bis nachmittags / abends für unsere Kinder allein verantwortlich.


Die für mich größte Herausforderung war es, dem Kleinsten genug Ruhe zum Schlafen und Stillen zu geben und den beiden Großen trotz Baby die nötige Aufmerksamkeit zu geben. Vom Haushalt wollen wir lieber nicht sprechen. Der musste nebenbei wenigstens einigermaßen erledigt werden. Zum Stillen konnte wir uns zum größten Teil ins Schlafzimmer zurückziehen. Das hat in der Regel gut funktioniert, da die beiden Großen im Kinder- oder Wohnzimmer währenddessen schön zusammen gespielt haben. Insgesamt muss ich sagen, dass wir wirklich Glück haben, dass unsere Kinder die meiste Zeit zusammen spielen, ich während des Lockdowns in Elternzeit war und wir kein Homeschooling machen müssen.




Da die zwei Großen ja so schön zusammen gespielt haben, was leider nicht immer so leise war - die erfahrenden Eltern werden es kennen - war an Vormittagsschläfchen für unseren Kleinsten im Bett nicht zu denken. Die Lautstärke, die fehlende Rückversicherung und Nähe zu mir ließen ihn nur max. 20 Minuten schlafen. Daher ging es für den Kleinsten in eine Rückentrage (Onbuhimo) und für mich mit ihm hoch ins Zimmer unters Dach zum fast alltäglichen Wäscheaufhängen oder Aufräumen und Putzen in die verschiedenen Räume unseres Hauses. Oder ich habe mit den Großen gebastelt, gemalt oder zusammen gespielt und versucht ihnen meine ganze Aufmerksamkeit zugeben. Durch die körperliche Nähe konnte sich unser Baby entspannen und sicher fühlen und er hat in der Regel eine Stunde geschlafen. Den übrigen Vormittag wurde gespielt, häufig auch zusammen mit den Großen.


Zum Vorbereiten des Mittagessens ging es wieder auf meinen Rücken. So konnte ich den Kleinsten von der Gefahrenzone Herd / Ofen fernhalten und die zwei Großen dabei unterstützen zum Beispiel das Gemüse zu schnippeln und sie dadurch an der Essensvorbereitung teilhaben zu lassen. Ich habe das Glück von sehr engagierten Helfern.


Nach dem Essen stand natürlich der Mittagschlaf auf dem Plan. Damit ich die Großen beim Einschlafen begleiten konnte, habe ich mir den Kleinen in eine Vollschnallen-Tragehilfe angelegt. So konnte ich ihn, wenn er und die anderen eingeschlafen sind, schnell und einfach in sein Bett ablegen. Die erste Pause des Tages für mich.


Am Nachmittag ging es eigentlich immer raus - auf den Spielplatz oder längere Spaziergänge mit dem Laufrad und Fahrrad. Je nach Lust und Laune ging es für den Kleinen wieder in eine Tragehilfe und unter meine Jacke oder in den Buggy.


Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich in unserem Alltag ohne Tragehilfen oder Tuch jetzt und auch in den vergangenen Jahren echt aufgeschmissen wäre. Vor allem meine 2 Jungs haben schnell an Gewicht zugenommen, so dass es mir schon relativ früh nicht möglich war, sie für längere Zeit auf einem Arm zu tragen. Hinzukommt, dass man mit einem freien Arm und auf dem anderen ein Baby balancierend nicht besonders handlungsfähig ist. Mit den Tragehilfen habe ich die Hände frei für meine anderen Kinder, kann sie gelegentlich auch mal so auf den Arm nehmen, wenn der Kleinste auf dem Rücken ist und die Möglichkeit dem Kleinsten die Nähe, Geborgenheit und Sicherheit zu geben, die in den ersten Lebensmonaten für ein Baby so unglaublich wichtig sind.


Ich hoffe, ich konnte euch damit einen kleine Einblick in unser Leben und unseren Alltag während des Corona-Lockdowns geben. Bleibt gesund.


Eure Claudi

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